Ethik

"Für Schüler, die nicht am Religionsunterricht teilnehmen, wird das Fach Ethik als ordentliches Unterrichtsfach eingerichtet. Ethikunterricht dient der Erziehung der Schüler zu verantwortungs- und wertbewusstem Verhalten. Sein Inhalt orientiert sich an den Wertvorstellungen und den allgemeinen ethischen Grundsätzen, wie sie in Verfassung und im Erziehungs- und Bildungsauftrag des § 1 niedergelegt sind. Der Unterricht soll diese Vorstellungen und Grundsätze vermitteln sowie Zugang zu philosophischen und religionskundlichen Fragestellungen eröffnen..." So lautet die im Schulgesetz (§ 100) festgelegte Bestimmung des Ethik-Unterrichts.
Ethik wird als ordentliches Lehrfach angeboten, somit sind alle Schülerinnen und Schüler zur Teilnahme verpflichtet, die keiner Religionsgemeinschaft angehören oder aus Glaubens- und Gewissensgründen keinen Religionsunterricht besuchen.
Religionsmündige Schülerinnen und Schüler (ab 14 Jahren) können über eine Teilnahme am Ethik-Unterricht selbst entscheiden. Eine Abmeldung vom Religionsunterricht muss innerhalb der ersten 14 Tage eines Schulhalbjahres erfolgen. Religionsmündige Schülerinnen oder Schüler geben eine persönliche Erklärung beim Schulleiter ab, zu der die Erziehungsberechtigten, aus Informationsgründen, geladen werden. Haben die Schülerinnen und Schüler noch nicht das 14. Lebensjahr erreicht, entscheiden die Erziehungsberechtigten über die Teilnahme und geben hierzu eine schriftliche Erklärung beim Schulleiter ab, falls ihr Kind nicht am Religionsunterricht teilnehmen soll. Glaubens- und Gewissensgründe können in beiden Fällen geltend gemacht werden.

 

Inhaltliches

Kompetenzen und Inhalte des Faches Ethik - Auszug aus dem Bildungsplan
In den Klassen 8, 9 und 10 sollen die Schülerinnen und Schüler dazu befähigt werden, ihr Leben selbstbestimmt und verantwortlich zu gestalten. Im Fach Ethik werden die Grundlagen für eine wertorientierte Lebensgestaltung, Kenntnisse von verschiedenen Weltbildern, Religionen, Sinn- und Wertvorstellungen, religiösen und nicht religiösen Begründungen des Handelns vermittelt. Hierbei steht die freiheitlich-demokratische Staats- und Gesellschaftsordnung im Vordergrund, die sich in ihren Inhalten (siehe Grundgesetz, Landesverfassung Baden-Württemberg, Bildungsauftrag laut Schulgesetz) zur Humanität bekennt.


Folgende Themenfelder werden hierzu angeboten:

  • Die drei Weltreligionen unseres Kulturkreises (Judentum, Christentum, Islam), deren geschichtlicher Hintergrund und die Bedeutung der Religion für den einzelnen Menschen und die Gesellschaft
  • das Orientierungswissen zu und die Auseinandersetzung mit existenziellen Fragen des Menschen (Sinn des Lebens)
  • die Entwicklung ethischer Urteilsfähigkeit und der Bereitschaft zur Übernahme von persönlicher und gesellschaftlicher Verantwortung (Kategorischer Imperativ/"Goldene Regel")
  • die soziale Gerechtigkeit (Einblicke in soziale Handlungsfelder)
  • die Förderung der Identitätsentwicklung der Kinder und Jugendlichen
  • die Fähigkeit zur respektvollen und unvoreingenommenen Begegnung mit Menschen unterschiedlicher Lebensgestaltung, Wertorientierung, Weltanschauung und Religion (Umgang mit Pluralität)

Zusätzliche Informationen